Wir Jäger sind der Waidgerechtigkeit, die den Tierschutz einschließt, verpflichtet.


Dazu gehört auch die ordnungsgemäße Nachsuche auf verletzte – z. B. bei einem Verkehrsunfall – Tiere. Hierfür braucht es besondere Kenntnisse, Erfahrung und Ausrüstung. Das wichtigste dabei ist aber ein leistungs- und nervenstarker Hund, der zuverlässig, ausdauernd und ruhig über jede Schwierigkeit hinweg der Wundfährte folgt, seinen Führer sicher zum Stück führt und so ein rasches Beenden des Leidens des Tieres ermöglicht.


Einen solchen Hund auszubilden ist eine lange, mühevolle und schwierige Aufgabe. Seine Eignung muss dann nicht nur der Hund sondern das ganze Gespann, also auch der Führer, in umfangreicher praxisnaher Prüfung beweisen.


Das alleine reicht aber immer noch nicht. Um „bestätigt“ zu werden muss sich das Gespann nachweislich auch in der Praxis auf erschwerten Nachsuchen bewähren. Die Jahre danach muss der Hund das ganze Jahr über durch ständige Praxis und üben auf diesem hohen Niveau gehalten werden, was ein hohes Maß an Einsatz und Idealismus erfordert.


Nach dem Schuss: Das Stück liegt nicht, was tun?


  1. 15-20 Min. nach dem Schuss warten und dann erst zum Anschuss gehen
  2. Nur bei eindeutigem Lungenschweiß der Fährte folgen - ist keiner vorhanden: Anschuss verbrechen, Pirschzeichen einsammeln (Fuchs!) und Anschuss nicht unnötig zertreten.
  3. Eigene Hunde nicht auf gut Glück suchen lassen oder schnallen. Die schwierigsten Nachsuchen sind jene mit Vorsuchen. Oftmals wird das Wild aus dem Wundbett aufgemüdet und geht dann sehr weit, bis es sich wieder nieder tut. Unnötig Stress und  Leiden für das Wild, da es sehr lange dauert um an das Stück heranzukommen.
  4. Leise und ohne großes Hantieren mit der Taschenlampe zum Auto gehen und Nachsuchenführer benachrichtigen, weiteres Vorgehen mit ihm abstimmen.



Wichtig:


Bei einem Kammerschuss werden große Blutgefäße zerstört und Organe wie Herz und Lunge pumpen den restlichen Schweiß bei einer kleinen Todesflucht noch hinaus, wodurch das Wild v.a. innerlich sehr schnell ausschweißt. Dadurch befindet sich weniger Schweiß im Fleisch.


Doch warum ist dies wichtig? Das Wildbret verdirbt durch die darin enthaltenen Mikroorganismen (Fäulingserreger) und wird "muffig".


Allein aus diesem Grund und dem Tierschutz verbietet sich jeder Schuss auf das Haupt und den Träger, da mit solchen Treffern zwar der Hirntod eintritt, jedoch weiter Blut/Schweiß durch das noch pumpende Herz in die Muskulatur zirkuliert. Die Wahrscheinlichkeit Wild anzuschweißen ist bei der kleinen Trefferlage sehr hoch und das Wild verendet jämmerlich.


Nachsuchengespann

Harald Tegel

Mobil 0157 / 54510240

Email h.tegel@jaegerverein-krumbach.de